Frankfurterin Pia Fischer nachträglich zur Siegerin erklärt

von | 7. Juli 2011

Bingen. Bei der Siegerehrung des Bundesfinales der mini-Meisterschaften (27.-29. Mai) strahlte Sara Radu noch mit der Sonne über Bingen um die Wette. Ohne Satzverlust war die Landessiegerin aus Niedersachsen ins Finale gestürmt und auch Pia Fischer aus Brandenburg vermochte dort nichts Entscheidendes gegen die 10-Jährige auszurichten. Mit dem großen Pokal im Gepäck machten sich Sara und ihr Vater am Nachmittag auf ins heimische Stollhamm.

Zu diesem Zeitpunkt ahnte noch niemand, dass die neue Bundessiegerin nur wenige Tage später der wohl unglücklichste aller 40 Minis sein würde. Ein Passus im Reglement der mini-Meisterschaften wurde ihr zum Verhängnis. Dieser besagt, dass Minis vor dem ersten Ortsentscheid weder am Spielbetrieb noch an offiziellen Turnieren teilgenommen haben dürfen. Mehr aus Unwissenheit denn aus böser Absicht war genau das geschehen. Sara startete vor dem Ortsentscheid bei einer Kreismeisterschaft in ihrer Heimat und war somit nicht mehr für die mini-Meisterschaften spielberechtigt. Weder Sara, ihren Eltern oder ihrem Heimatverein war etwas aufgefallen.

Leider sind die Regeln in diesem Fall eindeutig und lassen keinen Spielraum für Fingerspitzengefühl. Im Interesse des bundesweiten Wettbewerbs im Allgemeinen und auch der an den Start gehenden Kinder im Besonderen ist es selbstverständlich, dass die mini-Meisterschaften nach einheitlichen und für alle verbindlichen Regeln durchgeführt werden. Den Verantwortlichen blieb daher keine andere Möglichkeit, als Sara nachträglich zu disqualifizieren und ihr den Titel der Bundessiegerin abzuerkennen. Neue Bundessiegerin der mini-Meisterschaften 2011 ist die Zweitplatzierte Pia aus Brandenburg.

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