Wencke Dauwitz und Alexander Grothe sind die neuen Landesmeister!

von | 26. Januar 2019

Nach langer Zeit strahlte die Sonne wieder einmal, als am 19.01.2019 die besten Brandenburger Tischtennis-Damen und -Herren in der Sporthalle in der Poznaner Straße ihre diesjährigen Titelträger ermittelten. Ein breites Strahlen hatten nach den Titelkämpfen gleich mehrere Teilnehmer im Gesicht, allen voran Wencke Dauwitz und Alexander Grothe.

Die von Prenzlau zum SV Hellas zurückgekehrte Nauenerin, die die meisten TT-Freunde noch unter ihrem Mädchennamen Wencke Dietz, kennen, hatte auch allen Grund zur Freude. Setzte sie sich doch als Nr. 13 der Setzliste bereits im entscheidenden Spiel ihrer Vorrunden-Gruppe gegen die 9 Setzplätze besser eingestufte Chiara Baltus (TTC Finow-GEWO Eberswalde) durch und überzeugte dabei und auch danach sowohl spielerisch als auch kämpferisch. So wandelte die Nauenerin sowohl im Viertelfinale gegen Alina Schön als auch im Finale gegen Carolin Gragoll (beide TTC Finow-GEWO Eberswalde) einen 2:3-Rückstand noch in einen 4:3-Erfolg um und gewann völlig verdient ihren 1. Titel bei den Damen!

Auch Alexander Grothe (SG Geltow) hatte den Titel fest im Visier. Allerdings wollte der gebürtige Brandenburger die Goldmedaille zum 3.Mal in Folge gewinnen und damit den Wanderpokal für immer in seinen Besitz bringen. Wie ihm das tatsächlich gelang, war schon beeindruckend. So gab er in seinen 7 Turnierspielen lediglich 4 Sätze ab und triumphierte wie im letzten Jahren gegen seinen Vereinskameraden Thomas Jannek im Finale mit 4:1 (10, 8, -10, 9, 10) Sätzen zwar deutlich, auch wenn alle Sätze sehr umkämpft waren. Die 3. Ränge gingen an Martin Gerasch (SG Geltow) sowie an den Stahnsdorfer Karsten Fischer, der als einziger in die Phalanx der Geltower eindringen konnte.

Nach der kurzfristigen Absage der beiden Finowerinnen Anni Jordan und Isabell Puskas rückte sozusagen über Nacht Jenny Kunze (SG Einheit Luckenwalde) mit Gina Lorenz (BSG Pneumant Fürstenwalde) an die Spitze der Setzliste im Damen-Doppel. Im Wettbewerb bewiesen sie dann, dass sie dort völlig zu Recht stehen und gewannen überzeugend die Goldmedaille. Völlig überraschend im Finale standen hingegen Lisa Quandt (STV Germania Neuendorf) und Vanessa Gerloff (SV Schwarz-Rot Neustadt). Das junge Duo behauptete sich dabei zunächst sowohl gegen die Finower Nachwuchstalente Sophia Rudolph/Michelle Wutskowsky als auch gegen die Mitfavoritinnen Lisa Wolschina/Lea Haupt vom gastgebenden Cottbuser TT-Team mit jeweils 3:2 Sätzen. Nach ihrem 3:1 im Halbfinale gegen die Nauenerinnen Anja Rogge/Wencke Dauwitz verloren beide zwar das Finale mit demselben Resultat, lagen sich aber am Ende aus Freude über die gewonnene Silbermedaille in den Armen. Die zweite Bronzemedaille ging an das Duo Mareike Freytag/Julia Limpächer (TSV Treuenbrietzen/KSV Sperenberg).

Nach den Einzelergebnissen war klar, dass der Sieg im Herren-Doppel nur über die Geltower Herren gehen würde. Erst recht, als das an 1 gesetzte Stahnsdorfer Doppel Henrik und Karsten Fischer nicht zustande kam, weil Henrik krankheitsbedingt nicht starten konnte. Etwas dagegen hatten aber Nico Losch (SV Blau-Weiß Wusterwitz) und sein Partner Johannes Jentzsch (TTC Post Brandenburg). Sie marschierten ohne Satzverlust ins Halbfinale und schlugen dort überraschend in einem spannenden Match die an Nr. 2 gesetzten Geltower Alexander Grothe/David Jannek nach 1:2 Satzrückstand noch mit 3:2. Auch, wenn sie dann im Finale gegen Martin Gerasch/Thomas Jannek (SG Geltow) beim 0:3 (-6, -8, -7) keine Chance hatten, durften sich Nico und Johannes zu Recht über Silber freuen. Die andere Bronzemedaille erspielten sich Moritz Voß (SG Geltow) und Michael Kollatsch (TTC Post Brandenburg).

Ein großes Lob ernteten die gastgebenden Sportfreunde vom Cottbuser TT-Team, die – wie schon vor 6 Jahren – allen LEM-Teilnehmern in der Sporthalle in der Poznaner Straße 40 auch bei Sonnenschein beste Bedingungen boten. Dafür hatte auch der Sportstättenbetrieb der Stadt Cottbus mit seiner Verdunklung der gesamten Fensterfront gegenüber den Tribünen gesorgt. Der TTVB möchte sich dafür noch einmal herzlich bedanken.

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